Jugend

Seit meiner Zeit als Schulsprecher ist es ein Ziel meines Handelns, junge Menschen stärker und direkter an politischen Entscheidungsprozessen partizipieren zu lassen. In meinen Funktionen als Stadtverordneter der Grünen Liste Bensheim und als Vorstandsmitglied der Kreisgrünen habe ich nicht nur die Interessen meiner Generation vertreten, sondern auch Aktive aus Vereinen und anderen Gruppierungen angehört, um ihre Expertise einfließen zu lassen.

Spatenstich Kita Fuldastraße BensheimSchon vor vielen Jahren habe ich in meiner Region Initiativprojekte gestaltet, bei denen Jugendliche nach ihren Meinungen gefragt und an den Runden Tisch geholt wurden. Heute werden bei kommunalpolitischen Entscheidungen immer öfter die jüngeren Bürgerinnen und Bürger beteiligt. In Bensheim wurden beispielsweise beim Bau der Skateranlage und der Einrichtung von Proberäumen für Bands interessierte junge Leute in die Planungen einbezogen. Zurzeit arbeite ich mit den Ergebnissen einer von mir mitinitiierten Jugendbedarfsanalyse für eine bessere, jugendgerechtere Stadtpolitik.

Die Jugendlichen von heute sind die Erwachsenen von morgen. Damit sie alle eine Chance haben, die Ausbildung zu erhalten, die sie sich wünschen, bedarf es einer gerechteren Bildungspolitik. Wir sind auf einem guten Weg, können aber durch individuelle Förderung noch mehr erreichen. Kein Kind darf abgehängt werden. Das fängt bei der Sicherstellung von Kinderbetreuungsplätzen an.

Als erfolgreiche Strategie kann an dieser Stelle der ‚Pakt für den Nachmittag‘ genannt werden, ein Pilotprojekt für ein Ganztagsschulkonzept, das zunächst sechs Schulen gemeinsam mit dem Kreis Bergstraße getestet haben und das sich großer Beliebtheit erfreut. Gute Initiativen wie diese brauchen wir auch in Zukunft.

Ich setze mich dafür ein, dass die Hoheit des Landes in der Bildungspolitik zugunsten einer deutschlandweiten Bildungsgerechtigkeit geschwächt wird. Insbesondere in den Zentren des Schulenschwerpunktkreises Bergstraße ist es unsere Pflicht, für die beste Bildung von Kindern und Jugendlichen zu sorgen. Diese geht übrigens über die reguläre Schulbildung hinaus und umfasst auch Ausbildung und Berufspraxis. Inklusion und Integration sind an dieser Stelle nur zwei relevante Stichworte.

Es ist an der Zeit, dass der Bundestag jünger wird und die Gesellschaft besser repräsentiert!

#derjungegrüne

Im Kreis Bergstraße leben etwa 267.000 Menschen, davon sind über 33.000 Bürgerinnen und Bürger zwischen 18 und 29 Jahren. Sie machen ungefähr zwölf Prozent aller Einwohnerinnen und Einwohner aus. Demgegenüber liegt das Durchschnittsalter der Bundestagsabgeordneten bei 52,7 Jahren, die jüngste Abgeordnete ist 27. Mit dem Auslaufen der Amtszeit des jetzigen Bundestages im nächsten Jahr sind genau so viele Menschen im Alter unter 30 Jahren wie über 80 Jahren vertreten, nämlich jeweils eine Person.